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Tagebuch, 14. März 2009: Uweinat

Wir rasten in Sichtweite vom Uweinat. Schon seit den frühen Morgenstunden hat mich die Silhouette dieses Gebirges in seinen Bann gezogen, diese im bläulichen Dunst gelegene Erhebung voller Rätsel, noch voller offenen Fragen, auch voller Mystik. Schon seit Jahrzehnten hat mich dieser Name voller Klang fasziniert – er wird mich, auch dank unserem Besuch vor zwei Jahren, bis an mein Lebensende begleiten. Namen wie Karkur Talh, Karkur Murr, Ain el Brins, Ras el Abd, aber auch Karkur Hamid, Karkur Idris, Karkur Ibrahim, Ain Zueia und Ain Dua werden mir haften bleiben. Auch Namen wie Tefedest, Hoggar, Air, Tassili N’Aijr haben ihren Klang. Doch Uweinat und vor allem Tibesti und Ennedi haben eine eigene Tonart: ein endloser, unaufhörlicher schwingender Klang. Im Schatten eines monumentalen, nord-süd gerichteten Felsen rasten wir mit Musse.

Eed bäckt Brot über dem Feuer. Der Rauch bekommt die Qualität eines Weihrauchs – mit dem Nordwind wird er das nahe Uweinat segnen. Auch ich ziehe ihn begehrlich ein. Er weckt in mir Gedanken an unseren eigenen Herd und Ofen, mit einer Brise von Heimweh. Carlo und Mahmoud sind weggefahren auf der Suche nach Waypoints für Carlos Abu-Ballas-Trail. Eine unaufhörliche Suche nach dem fast Unmöglichen. Ist wirklich alles möglich? Diese forschende Suche ermöglicht eine tastende, zögernde, behutsame Annäherung an dieses mystische, verträumte, so isolierte Gebirge. Eine Annäherung auch mit grossem Respekt.

© 2026 Hardy Böckli, Am Syteli – Understock 25, CH-3862 Innertkirchen

© 2026 Hardy Böckli
Am Syteli – Understock 25
CH-3862 Innertkirchen

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