Lieber Carlo,
Du kannst wohl nicht erahnen, wie mich Dein nachstehendes Mail begeistert, durchgerüttelt und zu Tränen gerührt hat. In meinem eigenen Innern habe ich immer geahnt, ja gewusst, dass ein grosser und bedeutender weisser Fleck noch beschrieben werden wird. Immer habe ich gehofft, ja auch geflucht, dass Du noch die Anerkennung all Deiner immensen Entdeckungen samt Deiner fachmännischen und so kreativen Beurteilung zu Deinen Lebzeiten erfahren wirst. Ein erster und bedeutender Schritt ist mit Deinem Beitrag nun getan. Meine Freude ist ohne Ende:
Wie geniesse ich dieses beredte Schweigen
voller Inhalt, voller wenigen Töne
im Verbund mit dem Concertino
des unermüdlichen Windes.
Unsere Augen ertasten die nahen Horizonte
und erlaben sich
an den wiedergewonnenen Farben.
Die gedanklichen Horizonte gehen weiter.
Sie sind grenzenlos.
Wohl die einzige, uneinnehmbare Freiheit.
Der Raum ohne Grenzen,
ohne Einschränkungen, ohne Fesseln.
Vergleichbar mit dem Universum.
Diese eigene, so intime Gedankenwelt
mit seiner Unermesslichkeit
ist der grösste Reichtum
eines jeden Menschen.
Dort hat es noch die weissen Flecken
voller rätselhaften Abenteuer,
voller nie endenden Entdeckungen . . .
Mit diesen Gedanken aus meinem Tagebuch vom Montag, 9. März 2009 aus der Westwüste Ägyptens, möchte ich Dir meine Gefühle ausdrücken. Darf ich Dich bitten, mir eine Kopie der ersten und abgelehnten Textversion zukommen zu lassen. Schon immer bin ich der Ansicht gewesen, dass die ersten Skizzen eines Künstlers der Ehrlichkeit am nächsten kommen. Mit saharischen Grüssen aus meiner Oase, Dein Hardy
